· 

Singen macht wirklich glücklich

Während des vergangenen Jahres habe ich oft vermisst, dass die "Gesundheitsvorsorge" im Kampf gegen den Virus sich lediglich auf Masken und Impfungen beschränkt hat.

 

Wie tragisch, dass soziale Aktivitäten zum grossen Teil als gefährlich eingestuft waren. Dabei sind sie erwiesener Massen einer der Eckpfeiler unserer Gesundheit. Dazu gehört auch das Singen.

 

Egal ob gemeinsam mit der Familie oder Freunden, alleine vor dem Radio (ja, ich kenne ein paar Menschen, die haben noch so ein Ding aus grauen Vorzeiten) oder im Karaoke Fieber:

 

Wenn Singen ein Medikament wäre, wäre es fast unbezahlbar. Wohlgemerkt: Nebenwirkungsfrei!

 

Forscher haben festgestellt, das Singen nicht nur unsere Haltung verbessert, sondern durch das tiefe Einatmen unseren Ruhenerv aktiviert und der regelt während wir einen Song trällern so nebenbei unseren Puls, den Blutdruck, entspannt unsere Muskeln und damit auch uns.

 

Die verbesserte Atmung regt unseren Stoffwechsel an, wodurch unsere Organe besser durchblutet werden und unser Gehirn effektiver arbeitet: Die Konzentrationsfähigkeit steigt. Aber das ist noch nicht alles!

 

Während du singst, kannst du dich nicht mehr mit deinen fruchtlosen Grübeleien beschäftigen, was wiederum helfen kann, Depressionen zu vermindern. Trällerst Du im Chor wir des noch besser, denn ganz schnell entsteht durch das gemeinsame Erarbeiten eines Liedes ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl. Und: Bingo! Das ist ein tolles Heilmittel gegen Einsamkeitsgefühle.

 

Wieder muss ich von meinen Söhnen schreiben. Benjamin, der ältere singt seit Jahren in einem Gospelchor. Der Jüngere ist Musiklehrer und Songwriter und heuer bereits zum dritten Mal für den Amadeus Award nominiert. Ich bin dankbar dafür, dass die beiden die Segnungen der Musik am eigenen Leibe kennenlernen durften.

 

Und ich: Gestern war ich mit meinen Krücken unterwegs zum Einkaufen. Seeeehhhr laaaaaangsaaaaam!

Wie das Wetter es so wollte hat mich am Heimweg eine grosse Regenwolke erwischt. Eh Kloar!

 

Was hat mir geholfen einigermassen wohlgelaunt nach Hause zu kommen: Ich habe gesungen. Und zwar einen Klassiker:

 

I am singing in the rain...

 

Nun, es gab da schon einige Entgegenkommende, die mich seltsam angestarrt haben. Aber ganz ehrlich: Was ist so schlimm daran wenn jemand auf Krücken im Regen ein Liedchen trällert. Mir ist schon klar, dass ich nicht wie Fred Astair und Gene Kelly dazu steppen kann. Zumindest noch nicht. 

 

Na, Lust bekommen auf ein Lied?

Kommentar schreiben

Kommentare: 0